Abschied vom alten Wasserhäuschen in Oberhausen

Beim Radfahren stößt man manchmal auf Dinge, die man so nicht erwartet. Heute war es das alte Wasserhäuschen in Oberhausen – oder besser gesagt: das, was davon noch übrig ist. Seit Jahren stand es schon verlassen herum, weil die neue Anlage direkt daneben längst die Versorgung übernommen hat. Jetzt ist sein Ende gekommen. Ein Bagger mit Meißelaufsatz frisst sich durch die dicken Betonwände, Stück für Stück. Die Hälfte liegt bereits als graue Brocken auf dem Boden, der Rest wird wohl in den nächsten Tagen folgen. Viel ist nicht mehr übrig von dem Bau, der früher einmal selbstverständlich zum Ortsbild gehörte. Wenn die Arbeiten abgeschlossen und die Fläche eingeebnet und begrünt ist, wird man kaum noch erkennen, dass hier einmal ein Kapitel der lokalen Wassergeschichte stand. Ein stiller Abschied, der nur auffällt, wenn man zufällig vorbeiradelt und hinschaut.